Apfeltartlets {Apfel / Zimt / Sahne / Mandelkrokant}

ZfK_Apfeltartelets_01.jpg

Mit diesen kleinen, fruchtigen und leichten Apfeltartlets beginnt 2018 endlich auch auf meinem Blog. Nach der Völlerei der letzten Wochen genau der richtige Start in ein neues Jahr. Ich hoffe, dass auch ihr gut in 2018 gestartet seid und freue mich, viele neue Rezepte mit euch zu teilen.

Für die Tartlets habe ich meinen liebsten Mürbeteig nach Peggy Porschen „blind“ gebacken, mit karamellisierten Äpfeln gefüllt und mit einem Tupfen Sahne gekrönt. Als Tüpfelchen auf dem „i“ oder besser gesagt auf dem „a“ gibt es Mandelkrokant. Von der Hand in den Mund sind die Tartlets ruckzuck verspeist und schmecken so gut. 

ZfK_Apfeltartelets:02.jpg

 Zutaten für den Boden

  • 200g Mehl
  • 100g feiner Zucker oder Rohrohrzucker
  • 100g Butter
  • 1/2 Ei (Größe M)
  • 1 Prise Salz

Zutaten für die Apfelfüllung

  • ca. 2,5 Äpfel
  • etwas Zitronensaft
  • 2 El feinen Zucker
  • 2 El Calvados
  • 100ml Apfelsaft
  • 1 Tl Speisestärke
  • Zimt nach Geschmack

Zutaten für die Sahne

  • 250g Schlagsahne
  • 2 Tl San-apart

Zutaten für das Krokrant

  • 30g gehackte Mandeln
  • 30g Zucker

Zubereitung

Aus den Zutaten für den Boden rasch einen Mürbeteig zubereiten. Dazu das Mehl mit dem Salz in eine Schüssel geben, die Butter schmelzen und mit dem Zucker separat verrühren. Das halbe Ei unter die Butter rühren und alles zum Mehl schütten. Mit den Händen rasch einen glatten Teig herstellen und diesen für ca. 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

ZfK_Apfeltartelets_03.jpg

Den Backofen auf 160°C Umluft vorheizen und eine Tartlet-Form für 12 Tartlets vorbereiten. Den Boden ca. 3-4mm dünn ausrollen, Kreise in der Größe der Tartlets ausstechen und die Formen damit auslegen und mehrmals mit einer Gabel einstechen. Den übrigen Teig anderweitig verwenden. Die Tartlets für ca. 12-15 Minuten im Ofen backen, bis sie goldbraun sind und in der Form auskühlen lassen. Die Tartlets anschließend auf eine Tortenplatte oder ein Kuchengitter setzen.

ZfK_Apfeltartelets_04.jpg

Für die Apfelfüllung die Äpfel waschen, Stiel, Blütenansatz und das Kerngehäuse entfern. Die Äpfel in kleine Würfel schneiden und ggf. mit etwas Zitrone benetzen, damit sie nicht braun werden. Den Zucker in einer Pfanne karamellisieren, die Flüssigkeiten zugeben und etwas einkochen lassen. Die Äpfel ebenfalls zum Karamell geben und alles solange bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis die Äpfel gerade noch bissfest sind. Die Apfelmasse mit Zimt abschmecken. Die verbleibende Flüssigkeit mit der in etwas kaltem Wasser angerührten Speisestärke binden. Dabei die flüssige Stärke langsam zu den Äpfeln geben und jeweils warten ob die Bindung schon ausreicht. Die karamellisierten Äpfel auf die Tartlets verteilen und auskühlen lassen.

Die Sahne mit dem San-apart nach Packungsanleitung steif schlagen, in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen und kalt stellen. Die Mandeln und den Zucker in eine Pfanne geben und unter ständigem rühren karamellisieren lassen. Wichtig ist, dass sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Den Krokant auf einem Backpapier auskühlen lassen und wenn er fest ist mit Hilfe eines Nudelholzes zerkleinern. 

ZfK_Apfeltartlet_05
ZfK_Apfeltartelets_06.jpg

Auf jedes Tartlet einen Tupfer Sahne spritzen und mit Krokant bestreuen. Am Besten schmecken die Apfeltartlets frisch, aber lassen sich im Kühlschrank auch problemlos ein bis zwei Tage aufbewahren.

2018 habe ich vor, wieder mehr Rezepte zu teilen, die einfach umzusetzen sind. Mein Ziel ist es zudem auf Zucker ganz oder zumindest in weiten Teilen zu verzichten und gesunde Rezepte zu entwickeln, sofern das bei Kuchen und Süßem möglich ist. Aber auch Motiv- und kleine Torten werdet ihr weiterhin hier finden, denn die gehören zu mir und meinem Blog einfach dazu. Nun lasst es euch schmecken und habt eine gute (Kuchen)-Zeit!

Bis bald, Eure Tine

Weihnachtstorte {Lebkuchen / Äpfel / Cranberries}

ZfK_Weihnachtstörtchen_01

Kaum ist der Plätzchenteller leer und der Christstollen restlos verputzt, steht auch schon die nächste kleine Verführung auf der Kaffeetafel: die Weihnachtstorte. An den Feiertagen verzichten wir meist auf ein Mittagessen; stattdessen gibt es ein ausgedehnteres Frühstück und ein festliches Abendessen. Um die Zeit dazwischen nicht zu lang werden zu lassen, gibt es nachmittags ein Stückchen Kuchen und an den beiden Weihnachtsfeiertagen eben diese Torte.

ZfK_Weihnachtstörtchen_02

Die diesjährige Torte ist weit weniger aufwendig als es den ersten Anschein hat und die wenige benötigte Zeit ist gut investiert. Es gibt eine fruchtige Variante mit weihnachtlichem Lebkuchenbiskuit, Apfelzimt- und Cranberryfüllung umhüllt von lockerer Sahne.  

Zutaten für den Lebkuchen-Biskuit

  • 4 Eier (Größe L) 
  • 40g Zucker
  • 140g Zuckerrübensirup
  • 80ml Milch (heiß!)
  • 120g Mehl
  • 60g Speisestärke
  • 1 Prise Salz
  • 2 TL Lebkuchengewürz

Zutaten für die Apfelfüllung

  • 300ml Apfelsaft (100% Fruchtsaft ohne Zuckerzusatz)
  • 4 kleine Äpfel
  • 1 TL (gehäuft) Agaragar

Zutaten für die Cranberryfüllung

  • 3 EL Zucker
  • 200g frische Cranberries

Zutaten für die Creme und Dekoration

  • 250ml frische Sahne
  • 2 TL Sanapart
  • Lebkuchenplätzchen
  • Zuckerperlen in weiß

Zubereitung

Wie immer starte ich mit dem Biskuit. Die Böden von zwei Springformen mit 15 cm Durchmesser mit Backpapier auslegen und den Backofen auf 175°C Umluft vorheizen.

Für den Biskuit die Eier trennen und das Eiweiß mit dem Zucker in der Küchenmaschine zu sehr festem Schnee schlagen. Den Eischnee im Kühlschrank bis zur weiteren Verwendung aufbewahren. Das Eigelb zuerst mit dem Zuckerrübensirup und anschließend auch mit der heißen Milch gründlich aufschlagen, bis eine sehr helle und luftige Masse entsteht. Dies kann einige Minuten dauern. Die trockenen Zutaten mischen und mit 1/3 des Eischnees auf die Eigelbmasse geben. Alles mit einer Gummizunge vorsichtig aber sehr gründlich und in kreisförmigen Bewegungen unterheben. Nun in zwei weiteren Portionen den verbleibenden Eischnee unter den Teig heben und anschließend in die Springformen füllen. Die Böden ca. 35 Minuten backen. Nach einer geglückten Stäbchenprobe die fertigen Böden aus dem Ofen nehmen und in der Form auskühlen lassen.

ZfK_Weihnachtstörtchen_03

Nun bereite ich die Apfelfüllung vor: Dafür eine Auflaufform mit Frischhaltefolie auslegen und bereitstellen. Die Äpfel säubern, vom Kerngehäuse befreien und fein würfeln. Den Saft mit dem Agaragar in einem Topf gründlich verrühren und zusammen mit den Äpfeln aufkochen. Die Früchte unter stetem Rühren nach Packungsanleitung mindestens 2 Minuten kochen lassen. Alles zusammen in die vorbereitete Auflaufform schütten, so dass der Boden mit einer ca. 0,5 cm dicken Schicht der Fruchtfüllung bedeckt ist. Die Masse über Nacht im Kühlschrank fest werden lassen.

Für die Cranberryfüllung den Zucker in einem Topf karamellisieren und die Früchte hinzugeben. Mit ca. 50ml Wasser ablöschen und das Wasser verkochen lassen. Solange Wasser hinzugeben, bis die Früchte gar sind. Die Cranberries probieren und gegebenenfalls nachsüßen. Die Fruchtfüllung abkühlen lassen.

ZfK_Weihnachtstörtchen_04

Am folgenden Tag oder mindestens 3 Stunden später die Böden begradigen und jeweils einmal waagerecht durchschneiden. Die Reste können prima anderweitig, z.B. für ein Dessert, verwendet werden.

Die Schlagsahne mit dem Sanapart steif schlagen und den untersten Boden mit etwas Sahne auf einer Kuchenpappe fixieren. Aus der Apfelfüllung mit einem Ausstecher Kreise mit einem Durchmesser von ca. 13 - 14 cm ausstechen und einen Kreis der Fruchtfüllung auf den untersten Boden legen. Etwas Sahne darum herum verteilen und den zweiten Boden auflegen. Darauf die Cranberryfüllung, ebenfalls unter Zuhilfenahme des Ausstechers, verteilen, mit Sahne umranden und den dritten Boden auflegen. Jetzt kommt noch einmal die Apfelfüllung, etwas Sahne und zum Abschluss der oberste Boden. Anschließend die ganze Torte mit der restlichen Sahne umhüllen.

Die Torte mit Lebkuchenkeksen und Zuckerperlen verzieren und bis zum Servieren kaltstellen. Die Kombination aus Lebkuchengewürzen und etwas säuerlicher Fruchtfüllung passt wunderbar auf die Weihnachtstafel und ist auch nicht zu mächtig, so dass man auch gerne ein zweites Stück essen kann.

ZfK_Weihnachtstörtchen_05

Ich wünsche euch einen wunderschönen zweiten Weihnachtstag im Kreis lieber Menschen und eine köstliche (Torten-)Zeit!

Eure Tine

Münsterländer Struwen aus dem Waffeleisen {Waffeldienstag}

Münsterländer Struwen aus dem Waffeleisen mit Äpfeln und Rosinen

Münsterländer Struwen aus dem Waffeleisen mit Äpfeln und Rosinen

Die Ostertage haben wir ganz gemütlich mit der Familie im Münsterland verbracht. Von dort habe ich euch Struwen mitgebracht, die zur Feier des heutigen Tages als Waffeln daher kommen. Struwen oder Püfferchen werden im Münsterland oft an Fastentagen gegessen. Es handelt sich hierbei um ein Hefeteiggebäck, meist mit Rosinen und/ oder Äpfeln im Teig, dass in Fett ausgebacken wird. Frisch aus der Pfanne und mit ein bisschen Zimt-und-Zucker bestreut ergeben sie ein einfaches, aber ganz besonders köstliches Gericht, das so gar nicht an Verzicht erinnert und bei dem die ganze Familie für gewöhnlich mehrmals Nachschlag verlangt. Historisch betrachtet waren und sind in vielen Regionen vor allem fleischlose Mahlzeiten eine übliche Fastenspeise und so ist es auch heute noch vollkommen legitim, die Struwen als Fastenmahlzeit zu genießen.

Das Hefegebäck wird wunderbar locker im Waffeleisen

Das Hefegebäck wird wunderbar locker im Waffeleisen

Ich habe Euch ein Rezept für ca. 4 Personen mitgebracht. Und weil heute Waffeldienstag in der Kuchenwelt ist, kommen die Struwen diesmal nicht aus der Pfanne, sondern natürlich aus dem Waffeleisen. Das macht sie etwas leichter und sie eignen sich damit auch ganz wunderbar an anderen Tagen für die Kaffeetafel. Frisch schmecken sie am allerbesten und sollten darum möglichst nicht lange aufbewahrt werden.

Zutaten 

  • 500g Mehl
  • etwa 1/2 l Milch
  • 40g Hefe
  • 1,5 El Honig
  • 2 Eier
  • 1 Tl Salz
  • 30g Butter
  • 125g Rosinen (nach Geschmack auch ruhig ein paar mehr)
  • 1,5 geschälte und fein gewürfelte Äpfel
  • Abrieb von 1/2 Zitrone  

Zubereitung 

Die Rosinen in Wasser oder Saft (ich nehme gerne Apfel- oder Birnensaft) für mindestens zwei Stunden einweichen. Mehl in eine Schüssel sieben und eine Mulde hinein machen. Die Hefe in die Mulde krümeln, den Honig und etwas warme Milch hinzugeben. Den Vorteig solange ruhen lassen, bis die Hefe zu arbeiten beginnt. Die übrigen Zutaten (außer Äpfel und Rosinen) hinzugeben und alles zu einem glatten und geschmeidigen Teig verarbeiten. Den Teig dabei tüchtig schlagen. Die Menge der Milch ggf. anpassen, bis ein zähflüssiger Teig entsteht. Den Teig gehen lassen und wenn sich das Volumen sichtbar vergrößert hat, Rosinen und Apfel hinzu geben. Den Teig nochmals für mindestens 30 Minuten ruhen lassen. Die Ruhezeiten dürfen dabei auch ruhig etwas länger werden.

Vom Vorteig zum fertigen Hefeteig mit Äpfel und Rosinen

Vom Vorteig zum fertigen Hefeteig mit Äpfel und Rosinen

Mit wenig Fett, ein wunderbares Fastengericht

Mit wenig Fett, ein wunderbares Fastengericht

Alternativ lassen sich die Struwen portionsweise in der Pfanne ausbacken

Alternativ lassen sich die Struwen portionsweise in der Pfanne ausbacken

Das Waffeleisen nach Anleitung vorheizen und leicht einfetten. Eine Portion Teig in die Mitte geben und das Waffeleisen schließen. Den Deckel gegebenenfalls etwas andrücken, damit sich der Teig gleichmäßig verteilt. Die Waffeln 3-4 Minuten bzw. bis sie gar und leicht braun sind ausbacken. Mit Puderzucker oder Zimt-und-Zucker bestreuen und warm halten. Der Teig reicht für ca. 15-20 Waffeln.

Mein Großer ist bisweilen in wenig ungeduldig....guten Appetit also :)

Mein Großer ist bisweilen in wenig ungeduldig....guten Appetit also :)

Habt einen wunderschönen und köstlichen Waffeldienstag und eine gute (Kuchen-)Zeit!

Eure Tine

Winterlicher Apfel-Käse-Kuchen

Winterlicher Apfel-Käse-Kuchen

Winterlicher Apfel-Käse-Kuchen

Natürlich ist die Vorweihnachtszeit Plätzchenzeit, aber zwischendurch ein Küchlein, das muss auch mal sein. Käsekuchen lassen sich meist ruckzuck herstellen, sind saftig und lecker und mit ein paar weihnachtlichen Gewürzen genau das richtige Gebäck zum Tee mit einer lieben Freundin.

Vor einiger Zeit hat mir eine gute Seele aus Italien Mürbeteigkekse mit einer Apfelfüllung mitgebracht. Irgendwie hatte ich von Anfang an die Idee, daraus etwas zu backen - und mit Zimt aromatisiert passen sie wunderbar zu meinem schnellen Apfelkuchen.

Ein Käsekuchen mit Äpfeln und Zimt - perfekt für den Winter

Ein Käsekuchen mit Äpfeln und Zimt - perfekt für den Winter

Zutaten für den Boden

  • 140g gefüllte Apfelkekse (z.B. von Mulino Bianco)
  • 2 Tl Zimt
  • 40g geschmolzene Butter

Zutaten für die Quarkmasse

  • 500g Magerquark
  • 150ml Milch
  • 90g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillepuddingpulver
  • 1 Ei
  • 1 Eigelb
  • 1 Tl Vanillepulver
  • 2 EL Rosinen
  • 1 kleiner, fein gewürfelter Apfel
  • etwas Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung

Den Boden von zwei Backformen mit 20 cm und ca. 6 cm Durchmesser mit Backpapier auslegen. Die Kekse in einem Zerkleinerer fein mahlen. Die Butter schmelzen und beides mit dem Zimt mischen. Die Krümel auf die beiden Backformen verteilen und jeweils zu einem Boden fest drücken.

Äpfel und Zimt - eine Käsekuchen voller winterlicher Aromen

Äpfel und Zimt - eine Käsekuchen voller winterlicher Aromen

Den Backofen auf 175°C Oder-Unterhitze vorheizen und den Rost in die zweite Schiene von unten legen.

Die Zutaten für die Quarkmasse bis auf die Rosinen und den Apfel mit einem Schneebesen verrühren, bis eine homogene und klümpchenfreie Masse entstanden ist. Die Apfelwürfel und Rosinen unterheben und alles gleichmäßig auf die Böden verteilen.

Das Herz des Apfel-Käse-Kuchens

Das Herz des Apfel-Käse-Kuchens

Die größere Form auf den Rost stellen und ca. 25 Minuten backen. Nun auch die kleine Form in den Ofen stellen und beides weitere 20 - 25 Minuten backen. Die Käsemasse sollte in der Mitte eine Kuppel gebildet haben, d.h. aufgegangen sein. Evtl. eine Stäbchenprobe machen.

Beide Kuchen aus dem Backofen holen und vollständig in der Form erkalten lassen. Die Kuchen sinken beim Erkalten leicht ein.

Guten Appetit :)

Guten Appetit :)

Mit etwas Puderzucker bestäuben und genießen. Viel Spaß beim Nachbacken und habt eine schöne Adventszeit.

Eure Tine